Wann welche Dienstleister für die Hochzeit buchen?

Zuerst die Location, dann alles, was an deinem Datum nur einmal zu vergeben ist, zuletzt das, was sich in wenigen Wochen beschaffen lässt. Eine Monatszahl pro Dienstleister hilft dir weniger als die Frage, wie knapp jemand an deinem Samstag ist. Die Tabelle weiter unten sortiert die Dienstleister genau danach.

Die kurze Antwort: nach Knappheit buchen, nicht nach Kalender

Buche zuerst die Location, danach alle Dienstleister, die an deinem Datum nur einmal verfügbar sind (Fotografie, Musik, oft auch das Catering), und zuletzt das, was sich vervielfältigen oder kurzfristig besorgen lässt, etwa Papeterie und Dekoration.

Das ist eine Reihenfolge und keine Frist. Wie viele Monate du jeweils brauchst, hängt von deinem Datum ab: Ein Samstag im Hochsommer ist enger als ein Freitag im Frühjahr. Wer die Reihenfolge kennt, kann sie auf jedes Datum anwenden, auch auf eines, das nur noch ein halbes Jahr entfernt ist.

Wie viel Vorlauf eine Hochzeit insgesamt braucht, steht in Hochzeit planen: wie lange vorher?. Hier geht es nur um die Frage, wen du in welcher Reihenfolge anfragst.

Warum Knappheit mehr zählt als Monatsangaben

Ein Dienstleister wird knapp, wenn er an deinem Tag nur einmal verfügbar ist und viele Paare denselben Tag wollen. Genau das unterscheidet eine Fotografin von einer Einladungskarte.

Eine Person kann an einem Samstag nur eine Hochzeit begleiten. Das gilt für die Fotografie, für Videografie, für die Band oder den DJ und für die freie Trauung. Dasselbe gilt für die Location: ein Saal, ein Datum. Wer dort zu spät fragt, bekommt keine schlechtere Variante, sondern keine.

Papeterie, Dekoration oder Tischkarten dagegen kannst du fast beliebig oft herstellen lassen oder selbst drucken. Hier verlierst du durch späteres Fragen allenfalls etwas Auswahl. Deshalb taugt eine Faustregel wie „alles neun Monate vorher“ nur bedingt: Sie behandelt das Knappe und das Beliebige gleich.

Hinzu kommt die Abhängigkeit untereinander. Die Location legt Datum, Gästezahl und oft auch den Rahmen für Catering und Musik fest. Wer zuerst Fotografie bucht und danach die Location wechselt, muss womöglich beides neu verhandeln. Darum steht die Location in der Reihenfolge ganz oben.

Die Reihenfolge pro Dienstleister

Die Tabelle am Ende dieser Seite sortiert elf Dienstleister danach, wie früh sie bei einem gefragten Termin vergeben sind. Die Zeitpunkte sind Beispiele für eine Hochzeit mit einem Wunschtermin an einem beliebten Wochenende, keine Umfragewerte und keine Fristen.

  1. Location, und wenn sie das Catering nicht übernimmt, der Caterer. Beides hängt aneinander, und beides bestimmt dein Datum.
  2. Fotografie, Videografie, Band oder DJ. Eine Person oder ein Team pro Termin, deshalb früh anfragen, sobald das Datum steht.
  3. Freie Trauung. Wenn du eine Traurednerin oder einen Trauredner möchtest, kommt dieser Termin dazu. Für die Trauung beim Standesamt gelten eigene Regeln, siehe Standesamt und Feier.
  4. Brautkleid, Haare & Make-up, Floristik, Hochzeitstorte. Hier hängt es an Anfertigung, Terminen und Saison. Frag nach, wie viel Vorlauf der jeweilige Betrieb braucht.
  5. Papeterie. Zuletzt, weil sie von der Gästeliste abhängt und sich gut planen lässt.

Innerhalb dieser Reihenfolge entscheidet dein Geschmack: Wenn dir die Musik am wichtigsten ist, rutscht sie nach vorn. Die Tabelle ist ein Rahmen, nicht ein Gesetz.

Was den Zeitplan verschiebt

Vier Dinge machen aus einer Reihenfolge einen anderen Zeitplan: die Saison, der Wochentag, besondere Wochenenden und die Region.

Saison. Wer im Sommer oder im frühen Herbst heiraten möchte, konkurriert mit vielen anderen Paaren. Im Winter oder im zeitigen Frühjahr ist oft mehr frei. Ob das bei deinen Dienstleistern stimmt, siehst du erst, wenn du nachfragst.

Wochentag. Samstage sind gefragter als Freitage oder Sonntage. Wer den Termin auf einen anderen Wochentag legt, bekommt eher eine Antwort mit freiem Datum, und manche Betriebe machen dafür andere Konditionen. Auch das erfährst du nur im Angebot.

Besondere Wochenenden. Wochenenden mit Feiertag oder Brückentag sind bei vielen Gästen beliebt, aber auch bei vielen Paaren. Und es kann sein, dass Dienstleister an solchen Terminen höhere Preise nehmen oder früh ausgebucht sind. Frag in diesem Fall besonders früh an.

Region. In Großstädten und an beliebten Orten ist das Angebot größer, aber auch die Nachfrage. Auf dem Land gibt es manchmal weniger Auswahl, etwa bei Bands oder bei freien Trauungen, dafür weniger Konkurrenz um denselben Tag. Wie das bei dir aussieht, siehst du nach drei oder vier Anfragen.

Vor dem Unterschreiben: Angebot, Anzahlung, Storno

Lies vor der Unterschrift, was im Angebot steht, wie hoch die Anzahlung ist, wann die Restzahlung fällig wird und was bei einer Absage oder Verschiebung gilt. Das steht im Vertrag, nicht auf der Webseite.

  • Leistung: Was genau ist enthalten, in welchem Zeitraum am Hochzeitstag, mit welchem Aufwand für An- und Abreise?
  • Anzahlung und Restzahlung: Welcher Betrag ist wann fällig, und wohin wird gezahlt?
  • Storno und Verschiebung: Was passiert, wenn du das Datum ändern oder absagen musst, und was, wenn der Dienstleister ausfällt?
  • Ersatz bei Ausfall: Gibt es eine Vertretung, etwa bei Krankheit?
  • Zusatzkosten: Fahrtkosten, Übernachtung, Verlängerung am Abend.

Wenn dir eine Klausel unklar ist, frag nach, bevor du unterschreibst. Bei rechtlichen Fragen zu einem Vertrag hilft eine Beratung, etwa durch die Verbraucherzentrale oder durch eine Rechtsanwältin oder einen Rechtsanwalt. Diese Seite ersetzt keine Rechtsberatung.

Was du bereits eingeplant hast und was du schon zugesagt hast, siehst du am besten im Budget. Wie du dein Geld auf die Posten verteilst, steht im Ratgeber Hochzeitsbudget.

Ordnung behalten: Status pro Dienstleister, Unterlagen an einem Ort

In der App führst du für jeden Dienstleister eine eigene Karte mit einem Status, und die Angebote hängen als Dokument daran.

Der Status heißt Angefragt, Angebot erhalten, Gebucht oder Aussortiert. So siehst du auf einen Blick, bei wem du noch auf eine Antwort wartest und wo du dich entscheiden musst. Das Angebot, den Vertrag oder die Mail legst du als Dokument an die Karte. Es ist ein persönliches Notizbuch für deine Dienstleister, kein Verzeichnis, in dem du neue findest.

Dazu kommt das Datum. Trägst du dein Hochzeitsdatum ein, erscheinen die Aufgaben automatisch rückwärts datiert, nach Themen sortiert, als Liste, nach Monaten oder im Kalender. Im Budget legst du pro Posten fest, was du geplant hast und was bereits gebucht ist, und du hinterlegst Zahlungen mit Fälligkeit und Anhang. Die Anzahlung für die Fotografie steht dann an dem Posten, an dem sie hingehört.

Während der Testversion ist die Zahl der Dienstleister, die du anlegen kannst, begrenzt. Eine erste Übersicht baust du trotzdem auf, kostenlos testen kannst du ohne Karte. Wenn du gerade erst anfängst, hilft dir Hochzeit planen: wo anfangen bei den ersten Entscheidungen, und die Checkliste für die Hochzeitsplanung zeigt die Aufgaben dahinter.

Dienstleister in der Reihenfolge, in der sie knapp werden

DienstleisterWarum früh oder spätBeispielzeitpunkt
LocationEin Ort pro Datum; sie legt Termin und Gästezahl fest und beeinflusst alles WeitereBeispiel: als Erstes, sobald Zeitraum und grobe Gästezahl feststehen
Catering (falls nicht in der Location)Hängt an Datum und Gästezahl und ist an gefragten Terminen schnell vergebenBeispiel: kurz nach der Location
FotografieEine Person oder ein Team pro Tag; der Stil muss zu dir passen, das braucht ZeitBeispiel: früh, sobald das Datum steht
VideografieAuch pro Termin nur einmal verfügbar; manchmal im Paket mit der FotografieBeispiel: zusammen mit der Fotografie anfragen
Band oder DJNur einmal pro Abend, und viele Bands sind an Samstagen früh ausgebuchtBeispiel: früh, bei Livemusik eher früher als bei einem DJ
Freie TrauungTraurednerin oder Trauredner sind pro Termin einmal da; vorher gibt es meist ein KennenlernenBeispiel: nach Location und Fotografie
BrautkleidAnfertigung und Anproben brauchen Vorlauf; hängt vom Geschäft abBeispiel: im ersten Halbjahr der Planung, nach Rückfrage im Geschäft
FloristikBlumen sind saisonabhängig, aber die Betriebe sind flexibler als bei Fotografie oder MusikBeispiel: mittlere Frist, wenn das Konzept steht
HochzeitstorteSie hängt an Gästezahl und Menü; kleine Konditoreien sind an gefragten Terminen schnell vollBeispiel: mittlere Frist, nach dem Catering
PapeterieSkalierbar und gut planbar; hängt an der Gästeliste und an der DruckzeitBeispiel: später, passend zu Save the Date und Einladung
Haare & Make-upEine Person pro Termin, aber oft kurzfristiger zu bekommen als Fotografie oder MusikBeispiel: spät, nach Kleid und Probetermin

Die Zeitpunkte sind Beispiele für einen gefragten Termin, keine Umfragewerte und keine Fristen. Bei einem Termin außerhalb der Hauptsaison kannst du später anfragen; frag bei jedem Betrieb nach dem tatsächlichen Vorlauf.

Häufige Fragen

Was buche ich bei der Hochzeit zuerst?

Zuerst die Location, denn sie legt Datum und Gästezahl fest. Danach folgen die Dienstleister, die an deinem Termin nur einmal verfügbar sind, also Fotografie, Musik und je nach Location das Catering.

Wann sollte ich die Fotografie buchen?

Sobald dein Datum steht, vor allem wenn du an einem gefragten Samstag heiratest. Eine feste Monatszahl gibt es nicht; frag mehrere Fotografinnen und Fotografen an und vergleiche Stil und Angebot.

Wann sollte ich einen DJ oder eine Band buchen?

Früh, weil Musik am Abend nur einmal vergeben wird. Bei einer Band eher früher als bei einem DJ. Wie viel Vorlauf nötig ist, hängt von Termin und Region ab.

Kann ich Dienstleister auch spät noch buchen?

Ja, wenn du bei Datum und Auswahl flexibel bist. Je beliebter dein Termin, desto eher bleibt nur, was noch frei ist. Papeterie, Dekoration und Tischkarten lassen sich auch kurzfristig organisieren.

Soll ich mehrere Dienstleister gleichzeitig anfragen?

Ja, innerhalb derselben Art. Gib eine Antwortfrist an, damit du nicht auf eine Absage wartest, bevor du die nächste Person fragst. Gebucht ist erst, wenn du unterschrieben hast.

Kann ich in der App meine Dienstleister verwalten?

Ja. Du legst pro Dienstleister eine Karte an, setzt den Status (Angefragt, Angebot erhalten, Gebucht oder Aussortiert) und hängst Angebote oder Verträge als Dokument an. Ein Verzeichnis mit Dienstleistern enthält die App nicht.

Geschrieben von Chloé & Meïdy, die MyWedding Planner gegründet haben.

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